Implantate in der Zahnmedizin

December 11, 2013

Wenn ein Zahn nicht mehr zu retten ist, wenn einer oder mehrere wegen eines Unfalls verloren worden sind oder - infolge angeborenen Zahnkeimmangels - sogar gar nicht existierten, ist ein Zahnersatz benötigt. Sie wollen aber die gesunden Nachbarzähne nicht durch Abschleifen opfern? – Nun… die Lösung ist bereits seit 30 Jahren vorhanden, wussten Sie? 

 

Implantate – also die Einsetzung künstlichen Zahnwurzeln – gerieten in den Vordergrund, als die Biokompatibilität und hohe Verträglichkeit von Titan erkannt wurde. Ein Implantat ist eine speziell geformte Schraube, die mit dem sich neu bildenden Knochengewebe eine direkte Verbindung (Osseointegration) bildet. Die Oberflächenbehandlung und die Ausarbeitung unterliegen einer ständigen Forschung und Entwicklung. Es wurde auch Versucht, mit unterschiedlichen Beschichtungen eine bessere Haftung zu erzielen, was sich allerdings als Sackgasse erwies. Heute kann die beste Osseointegration mit der raue Oberflächengestaltung der Implantate erreicht werden. Zahnchirurgen stehen zurzeit Produktpaletten von marktführenden Herstellern und wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Verfügung. Jede Zahnärztin und Zahnarzt kann nach einer Spezialausbildung Implantate einsetzen. Jedoch gibt es kompliziertere Eingriffe, bei denen auch zahnchirurgische Kenntnisse benötigt werden. Im Idealfall erfolgt die Behandlung in Teamarbeit. Die Operation wird von einem Zahnchirurgen, während die Erstellung des Zahnersatzes von einem prothetischen Facharzt durchgeführt. Dabei ist es sehr wichtig, dass Implantate nur neben sanierte und gesunde Nachbarzähne eingesetzt werden dürfen. Ein guter Allgemeinzustand ist also unerlässlich, einige Krankheiten wie z.B. Diabetes stellen Risikofaktoren dar, die zuerst der Zahnchirurg analysieren soll. Die Einstellung einiger Medikationen (z.B. Blutverdünner) und die richtige Prämedikation ist ebenfalls eine Aufgabe des Zahnchirurgen und des Zahnarztes. Der Eingriff selber ist schmerzfrei, da er mit örtlicher Betäubung erfolgt. Die Operation dauert im Durchschnitt 40 Minuten, anschließend muss eine einstündige Beobachtung in der Zahnarztpraxis stattfinden. Die Patienten werden nach einer Behandlung mit Schmerzmittel und Antibiotika entlassen. In den Folgetagen können auf der operierten Seite leichte Schwellungen vorkommen, deshalb wird das Kauen ein wenig erschwert und eine Diät empfohlen. Diese leichten Beschwerden dauern in der Regel zwei Tage, während die Entfernung der Fäden nach einer Woche oder nach 10 Tagen erfolgen kann. In den folgenden drei Monaten geschieht die Befestigung und Verankerung des Implantats. Diese Zeit ist komplett beschwerdefrei, die Patienten spüren keine Veränderungen an der operierten Stelle. Nach der festen Einheilung kommt die Freilegung, die ebenfalls mit während lokaler Betäubung durchgeführt wird. In der Regel wird dann die Verschlussschraube durch einen sogenannten Gingivaformer in der Implantatöffnung ersetzt, durch den das Zahnfleisch die richtige Form bilden kann. Nach einer weiteren Woche können dann schon Abdruck und Zahnersatz gemacht werden! 

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