PARODONTITIS, DIE UNSICHTBARE KRANKHEIT

January 13, 2014

Es ist zwar nicht allen bewusst, aber die Verlust der Zähne ist am öftesten auf Zahnbetterkrankung oder anders gesagt auf Parodontitis zurückzuführen.

 

Die Patienten nehmen die Krankheit oft erst dann wahr, wenn ihre Zähne schon beweglich oder sogar unrettbar geworden sind.

 

Was ist Parodontitis?

 

Als Parodontitis wird die Entzündung des Parodontiums, d.h. des Zahnbettes genannt. Das Zahnbett ist ein Komplex, das aus dem Kieferknochen, dem Zahnfleisch und der Wurzelhaut besteht, die die Zahnwurzel im Kiefer befestigt. Es mag zwar wissenschaftlich klingen, aber näher betrachtet ist das eine komplexe und im Körper eigenartige Gewebeverbindung. Ein Tor zur Außenwelt, das gleichzeitig die Mundhöhle vom Organismus zwar locker aber ständig separiert.

Bei einer Tiefe von 5-6 Millimetern und bei 5-6 Zähnen entspricht diese Fläche der Größe einer handflächengroßen Wunde auf der Haut. Das bedeutet eine ständige und intensive Verteidigung seitens des menschlichen Organismus.

 

Die Symptome der Krankheit zeigen sich leider oft erst zu spät: freigewordener Zahnhals, bewegliche, bereits verschobene Zähne, Zahnfleischblutung. Was den Ablauf der Krankheit betrifft, ist die Zahnfleischentzündung zwar oft ein Vorläufer der Parodontitis aber geht nicht unbedingt mit dieser einher. Die Entzündung ist selten lokal, in den meisten Fällen betrifft sie mehrere Zähne, Zahngruppen aber am öftesten das ganze Gebiss.

 

Warum ist die Krankheit so gefährlich?

 

Oft verschwindet das Knochengewebe um völlig gesunde Zähne, die dann ohne Stützung bleiben und ohne Behandlung verloren werden können. Meistens erweisen sich Zahnersätze auch als problematisch, da die Nachbarzähne auch von der Krankheit betroffen werden können und daher ihre Funktion als Pfeilerzähne nicht erfüllen können. Im Falle einer unbehandelten Parodontitis sind sogar Implantate riskant, da das Knochengewebe um das Implantat auch unter Periimplantitis leiden kann.

 

Leider hat die Krankheit auch eine systemische Wirkung. Der entzündliche Herd der Parodontose kann – wie jeder Herd – Herzinnenhautentzündung, Gelenkentzündung, Haarverlust und sogar Frühgeburten auslösen. Einige Krankheiten, wie z.B. Diabetes und Medikamente (Antiepileptika, antitumorale Medikamente) können die Symptome intensivieren.

 

Die Vorstellung ist alt, dass die ungenügende Zahnhygiene und die Zahnsteinbildung für diese Krankheit verantwortlich sind. Obwohl sie die Heilungschancen zwar vermindern können, sind vor allem spezielle Bakterienstämme und genetisch erworbene Empfindlichkeit die primären Ursachen. Daher bildet die Biofilm-Theorie die Grundlagen der modernen Parodontologie.

 

Was sollte man nun tun?

 

Ein parodontologisch erfahrenes Team kann mit der Hilfe von Röntgenaufnahmen und parodontologischen Untersuchungen eine Diagnose aufstellen. Bei uns erfolgt nach der parodontologischen Analyse (wo mit einer speziellen Sonde die Tiefe und die Ausbreitung der Spalten festgestellt werden) eine mundhygienische Behandlung und - falls nötig - erhält der Patient ein individuelles mundhygienisches Instruktionspaket.  Die Therapie kann aus einem offenen oder geschlossenen Eingriff bestehen, während dessen die entzündeten Gewebe und der Zahnstein entfernt werden. Die Methode braucht nur lokale Betäubung und ist vollkommen schmerzfrei. Beim offenen Eingriff handelt es sich um eine Operation, wodurch die Wurzeloberfläche frei wird, um dann die Lappen wieder zu verschließen. Wenn der Verdacht einer aggressiven Parodontitis besteht, wird zusätzlich ein bakterieller Test gemacht und eine gezielte Antibiotikum-Therapie verwendet.

 

Ist Parodontitis heilbar?

 

Bei einer frühen Diagnose kann der Ablauf der Krankheit verlangsamt und angehalten werden. Eine regenerative Therapie (Knochenersatz) ist aber nur bei einer entzündungsfreien Morphologie anwendbar.

 

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